01Nov2019

NORDIA produziert neues Gehäuse für Schlüsseldepot

Unternehmen

Geschrieben von: Sven Ulrich

Edelstahl-Hohlsäule K10 zur Aufputzmontage

Nordia mit hoher Kundenorientierung

Als Nordia im vergangenen Jahr seinen Maschinenpark um eine Langbandschleifmaschine erweitert hatte, konnte das Meldorfer Unternehmen die hohen Vorgaben und Auflagen von Kruse bedienen. »Dass die Chemie stimmte, war uns schon vorher klar«, sagt Stephan Overlander, Leiter des operativen Geschäfts bei Kruse Sicherheitssysteme und Sven Ulrichs erster Ansprechpartner. »Nordia ist wie wir ein pragmatisch aufgestelltes Unternehmen aus dem Mittelstand mit einer hohen Kundenorientierung. Die ehrliche und direkte Kommunikation, effizientes Arbeiten, Optimieren am Produkt - das passt einfach."

Ein pingeliger Kunde?

Die hohe Kundenorientierung äußert sich bei Overlander bisweilen sogar in Pingeligkeit, gibt dieser zu. »Unsere Kunden haben höchste Ansprüche, das kommt also nicht von ungefähr.« Und das ist auch gut so, schließlich handelt es sich bei den Feuerwehr-Schlüsseldepots, kurz FSD, um Tresore mit sensiblem Inhalt: den Schlüsselkarten der Unternehmenskunden, die Generalzutritt zu allen Räumen gewähren.

Hohe Anforderungen an das Produkt

Um dies zu erläutern, holt Overlander etwas aus: »In den 1980er Jahren hatte Gerald Kruse das
erste VdS-anerkannte Feuerwehr-Schlüsseldepot erfunden, damit die Feuerwehrleute im Einsatzfall
nicht immer erst die passenden Schlüssel aus einer Unmenge an Bunden heraussuchen mussten. Die FSD sind entweder fest in der Gebäudehülle verbaut oder, beispielsweise an denkmalgeschützten Objekten, als Stelen fest verankert.« Wird die BMA ausgelöst, wird automatisch die erste Kammer des FSD geöffnet; die zweite Kammer ist elektronisch gesichert, nur die Feuerwehr kann diese öffnen und somit den gesicherten Schlüssel erhalten. Insbesondere ist es also die Versicherung, die hohe Auflagen stellt, damit niemand Unbefugtes Zugriff und Zutritt erhält. »Da geht es zum einen um Materialstärke
und Spaltmaße, die eingehalten werden müssen, zum anderen spielt für uns und unsere Kunden –
das sind in der Regel BMA-Hersteller – die Optik eine entscheidende Rolle«, so Overlander.

Produkte "Made in Germany"

Das von Nordia produzierte Gehäuse besteht aus geschliffenem Edelstahl, keine Schweißnaht ist zu
sehen. Selbst wenn die Teile später unterputz verbaut werden, legt Kruse Sicherheitssysteme Wert
auf Qualität in allen Belangen. Sein Unternehmen ist sich der Bedeutung von Made in Germany bewusst. Die Produktion ist auf mehrere Schultern verteilt, alle Zulieferer kommen aus Deutschland,
bestenfalls sogar aus der Region um Niedersachsen. »Die von Nordia gelieferte Qualität ist super.«
Das liegt für Overlander nicht nur an der Tatsache, dass Nordia die entsprechenden Maschinen zur
Fertigung besitzt. »Das ist das eine, das andere sind aber die Leute, die diese Maschinen auch
bedienen können und ein hohes handwerkliches Know-how besitzen.«

Vertrauensbasis mit offener Kommunikation

Das Fertigen der Bauteile ist kein bloßes Abarbeiten von Aufträgen. »Wir sind immer im Austausch, um auf der einen Seite das Budget einzuhalten, auf der anderen Seite unsere Produkte auch immer weiter zu optimieren«, so Overlander und nennt die Funktionalität als Beispiel. Sven Ulrich ist sich im Klaren darüber: »Da ist eine große Vertrauensbasis im Spiel. Und das klappt nur über eine gute und offene Kommunikation.«

"Die nächste Stufe ist gezündet"

Die ist genauso wie Treue einer der Leitfäden für Kruses Lieferanten. Der Grundstein für eine langjährige Zusammenarbeit ist aus beider Sicht gelegt. »Aktuell arbeiten wir gemeinsam an mehreren Folgeprojekten«, erläutert Sven Ulrich. Nordia liefert mittlerweile nicht mehr nur für die K10, sondern auch für andere FSD-Gruppen. Und eine Ausweitung mit noch höherer Stückzahl fürs nächste Jahr ist bereits in konkreten Gesprächen. »Die nächste Stufe ist gezündet«, verrät Stephan Overlander.